Lehrreiche Flops: Im Museum der gescheiterten Produkte

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Das Deo mit Gurkenduft; Babynahrung für Erwachsene; Limonade mit Kartoffelchip-Geschmack: „Gute Idee!“, muss irgendwann mal jemand gesagt haben, denn Topmanager stimmten zu, die einfallsreichen Produkte wurden für teures Geld entwickelt, auf den Markt gebracht, beworben – und dann, ziemlich bald, wieder begraben.

Wer die Verlierer der immerwährenden Supermarkt-Schlachten um Käufer und Regalplätze heute noch bestaunen und studieren möchte, muss nach Michigan aufbrechen: In Ann Arbor, in der Nähe von Detroit, unterhält der deutsche Marktforschungs-Riese GfK ein eigenes Museum für Produkte, neu und alt, von denen andere lernen können. Nicht alle der 120.000 Sammlerstücke bei GfK NewProductWorks sind gescheiterte Existenzen, aber doch viele. Denn wer eigene Fehltritte vermeiden möchte, schaut am besten auf die Fußspuren von anderen, die sich vorher verlaufen haben.

Der Ursprung des einzigartigen Museums liegt bei dem Marketingberater Robert McMath. Flops aus der Kategorie „Was haben die sich nur dabei gedacht?“ trieben McMath so sehr um, dass er Ende der 1960er Jahre anfing, kuriose Produktneuheiten aller Art zusammenzutragen. Über drei Jahrzehnte hinweg stieß McMath auf immer neue Beispiele für den Einfallsreichtum der Konsumgüterindustrie; dann verkaufte er seine Kollektion an die Agentur NewProductWorks (seit 2001 eine Tochter der GfK) und schrieb ein Buch, das zum Bestseller wurde: „What Were They Thinking?“

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