Dolby: Mehr als guter Ton

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Groß geworden ist Dolby mit Rauschunterdrückung für Kassettenrekorder und Raumklang in Kinosälen. Doch künftig möchte der Audio-Spezialist aus San Francisco seinen Namen auch zum Gütesiegel für Augenschmaus machen. „Dolby Vision“ soll Fernseher strahlen lassen wie nie zuvor: heller, bunter, lebensechter. Und „Dolby 3D“ macht endlich Schluss mit der lästigen Brille, die bisher fürs Heimkino in drei Dimensionen nötig war.

In beiden Fällen setzt Dolby darauf, als Hollywood-Insider die ganze Branche hinter sich zu vereinen, um ähnlich neue Standards zu setzen wie beim Surround-Sound. Für Dolby Vision haben die Kalifornier bereits mächtige Partner gefunden: Netflix, Amazon und Vudu wollen übers Internet Streaming-Inhalte liefern, die mehr Dynamik und hellere Farben versprechen.

Auch bei 3D-Fernsehen ohne Brille hat Dolby gegenüber Konkurrenten wie LG und Toshiba den Vorteil, Hollywood von innen zu kennen. Dadurch, dass die Firma oft schon beim Enstehen von Filmen und Fernsehserien dabei ist, kann sie 3D-Informationen sammeln, die bei der Produktion anfallen. Bei der Wiedergabe lassen sich die Daten auswerten, um den 3D-Effekt zu erhöhen und Zuschauer zusätzlich zu verzaubern (zumindest mit der Technik).

Möglich wird brillenloses 3D-TV durch eine spezielle Schicht auf einem „Ultra-HD“-Display, die wie eine Linse wirkt. So entstehen diverse unterschiedliche Betrachtungswinkel, aus denen sich das Bild in räumlicher Tiefe betrachten lässt – ein Effekt, der als „Autostereoskopie“ bekannt ist.

Ich habe mich für Lufthansa Exclusive hinter den Kulissen des kalifornischen Entertainment-Spezialisten umgeschaut. Den Artikel finden Lufthansa-Vielflieger automatisch in ihrem Briefkasten – alle anderen können ihn digital lesen, als PDF direkt im Browser oder später auf dem Tablet.

Dolby 3D Labs
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