Ein erster Blick auf SPIEGEL Daily

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Spiegel Daily Screenshot

Der SPIEGEL geht zurück zu seinen Wurzeln: Entstanden als Magazin mit dem Anspruch, die wichtigsten Nachrichten der Woche aufzubereiten, versuchen die Kollegen in Hamburg nun, das Konzept an die hektische Welt im 21. Jahrhundert anzupassen. Ein neues Angebot namens SPIEGEL Daily soll den Überfluss des digitalen Alltags bändigen und alles Wissenswerte übersichtlich aufbereiten – in Nachrichtenhäppchen, längeren Lesestücken und Videos. Dazu gibt’s den Blick auf Blogs, das Treiben in sozialen Medien und Veranstaltungskalender.

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Alles noch etwas beta, aber schaut euch ruhig um

Das Projekt ist noch im Werden, doch vorige Woche bekamen einige zufällig ausgewählte Spiegel.de-Besucher die Chance, einen ersten Blick auf SPIEGEL Daily zu werfen. Ich war einer von ihnen und habe beim Umschauen ein paar Screenshots gemacht.

Mein erster Eindruck: sehr gelungen. Gezieltes Auswählen und bewusste Beschränkung auf das Wesentliche schaffen Erleichterung – ich muss mich nicht selber durch hundert Headlines kämpfen, sondern jemand anders hat sich diese Mühe für mich gemacht. (Stichwort: Kuratierung.) Natürlich lässt sich der Nachrichtenstrom nach persönlichen Vorlieben filtern. Zugleich spielen Lesestücke und Videos die traditionellen Stärken des SPIEGELs aus, ohne dass die Redaktion sich darauf beschränkt: Überall werden die eigenen Beiträge eingebettet in das, was sich sonst im Netz so tut.

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Zur Begrüßung ein Aufmacher-Artikel mit Menü

Kostenlos soll das Angebot nicht werden. Muss es auch nicht, denke ich, weil es rund um Nachrichten ein Erlebnis aufbaut und einen ähnlichen Mehrwert schafft wie Lieferheld, Helpling und andere Dienste, die versprechen, uns Zeit zu schenken, wenn wir bereit sind, den Preis für Convenience zu zahlen.

Aber welchen Preis? Der SPIEGEL denkt offenbar an 9,99 Euro im Monat für alle, die den Daily-Dienst separat buchen wollen, während Digital-Abonnenten den Daily-Helper für 1 Euro extra im Monat bekommen können. Ein klassisches Schein-Schnäppchen also, das helfen soll, die alternde Mutter zu stützen, ähnlich wie es zum Beispiel der Economist bei seinen Print-und-Digital-Paketen versucht.

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Wir hätten da eine Frage zur Bezahlung…

Mir wären die 9,99 wohl zu viel. Schließlich wollen Spotify, Netflix und lauter andere Abodienste auch schon regelmäßig Geld von mir. Deshalb war mein Feedback: 4,99 Euro sollten reichen – dann bin ich gern dabei.

SPIEGEL-Daily-Stories
Doch mal Zeit zum ausgeruhten Lesen? Dafür gibt’s die Stories, eine Handvoll Texte, die in die Tiefe gehen

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Und zum Schluss die Umfrage: Hat’s Ihnen gefallen? Was würden Sie zahlen?

 
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